Alle Zeit der Welt

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Neues Jahr, neue Glück und vor allem ganz viel Zeit. Zwölf Monate liegen vor uns, die wir mit Leben, Ideen, Plänen oder auch Nichtstun füllen können. Auch wenn wir wissen, dass das, was uns jetzt noch so viel vorkommt, nämlich dieses ganze Jahr, am Ende doch irgendwie wieder zu schnell vergehen wird, dass ganz plötzlich schon Sommer sein wird und huch, dann haben wir auch schon wieder Weihnachten, dass nicht alle unsere Pläne in dieses Jahr hineinpassen und uns manch Unvorhergesehenes von unserem ursprünglichen Pfad abbringen wird. Ja, obwohl wir wissen, dass unsere To Do-Liste eigentlich zu lang ist für 2018, möchte ich dazu aufrufen, es langsam angehen zu lassen.
Ich erinnere mich gern an eine meiner Lehrerin, die so oft den Ausdruck “Alle Zeit der Welt” benutzte. Ich mag diesen Ausdruck sehr. Lasst uns dieses Jahr beginnen, als ob wir “alle Zeit der Welt” hätten:  Ohne Hetze, ohne Stress, ohne Druck – weder auf uns selbst, noch auf andere. Sodass Zeit bleibt zu spüren, inne zu halten, falls nötig nachzujustieren, Erfolge zu feiern und Misserfolge zu betrauern, uns in einer Sache zu verlieren oder zu vergessen, zu warten, bis wir uns wiedergefunden haben, uns nicht zu drängen, Dinge entstehen und wachsen zu lassen, ihnen Zeit zu geben, zu beobachten und zu lauschen, Geduld zu haben, durchzuatmen, sich zurücklehnen, zu ruhen, Pause zu drücken, uns Zeit zu nehmen, wirklich präsent zu sein, gesammelt und fokussiert und zu handeln, wenn der Impuls wirklich da ist.

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