Innehalten

Ich habe mich in letzter Zeit mal wieder mit der guten alten Bhagavad Gita beschäftigt, dem großen indischen Mythos, in dem so viel Weisheit steckt, sodass man immer wieder Neues entdeckt.

Erstmals ist mir bewusst aufgefallen, dass die erste Lehre der Bhagavad Gita schon gegeben wird, bevor die Lehrreden eigentlich beginnen.

Als Arjuna, der Krieger, vor Beginn der Schlacht auf das Schlachtfeld zieht und die Reihen des Gegners anschaut, fällt ihm auf, dass unter den Gegnern Verwandte, Lehrer und Freunde von ihm sind, was ihn daran zweifeln lässt, in die Schlacht zu ziehen, also seine Aufgabe, sein Dharma zu erfüllen. Er teilt seine Zweifel seinem Wagenlenker mit, der in Wahrheit kein Geringerer ist als Krishna persönlich. Was Krishna nun tut, ist bemerkenswert: Er hält die Zeit an. Nur das gibt ihm die Möglichkeit, mit Arjuna in den Dialog zu treten, ihm die Lehren der Bhagavad Gita mitzugeben.

Das ist für mich die 1. Lehre der Bhagavad Gita: Wenn Du in eine schwierige Situation kommst: Atme durch, halte inne und suche den Krishna, also die göttliche Stimme, in Dir, um zu der für Dich und Deine Umwelt besten Lösung zu gelangen.

Kein Aktionismus, kein Verzweifeln, sondern die Pause-Taste drücken, nach innen Lauschen, in den inneren Dialog treten.

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